Bei der Kundgebung der Bürgerbewegung PAX EUROPA am 23. August in Düsseldorf wollte ein Moslem dem BPE-Gastredner Irfan Peci weismachen, dass der Koran Christen als „Freunde“ ansähe. Hierzu zitierte er den Koranvers 5:82, allerdings unvollständig und ohne Erläuterung. Hier der Vers im Wortlaut:
„Du wirst ganz gewiß finden, daß diejenigen Menschen, die den Gläubigen am heftigsten Feindschaft zeigen, die Juden und diejenigen sind, die Allah etwas beigesellen. Und du wirst ganz gewiß finden, daß diejenigen, die den Gläubigen in Freundschaft am nächsten stehen, die sind, die sagen: „Wir sind Christen.“ Dies, weil es unter ihnen Priester und Mönche gibt und weil sie sich nicht hochmütig verhalten.“
„Die Allah etwas beigesellen“, sind die Christen, die an die Dreifaltigkeit Gottes glauben, also Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Dies ist die Grundlage des christlichen Glaubens und daher sind so gut wie alle Christen vom Koran als „feindlich“ eingestuft. Auch im vorangegangenen Vers 5:73 wird dies unmissverständlich beschrieben:
„Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gewiß, Allah ist einer von dreien.“ Es gibt aber keinen Gott außer dem Einen Einzigen. Wenn sie mit dem, was sie sagen, nicht aufhören, so wird denjenigen von ihnen, die ungläubig sind, ganz gewiß schmerzhafte Strafe widerfahren.“
Damit sind die Christen, die an Jesus Christus als Teil des dreifaltigen Gottes glauben, aus Sicht des Korans „Ungläubige“, die bestraft werden sollen. Nur diejenigen Christen, die Allah als Gott akzeptieren, sind laut dem Koranvers 5:82 den Moslems „in Freundschaft“ nahestehend. Alle anderen nicht.
Auch in Vers 17 der fünften Sure wird eindeutig klargemacht, dass der islamische Gott Allah nichts mit dem christlichen Gott zu tun hat. Wer glaubt, dass Gott der Sohn der Maria ist, ist ein Ungläubiger:
„Ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist ja al-Masih, der Sohn Maryams“. Sag: Wer vermag denn gegen Allah etwas auszurichten, wenn Er al-Masih, den Sohn Maryams, seine Mutter und all diejenigen, die auf der Erde sind, vernichten will? Allah gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist. Er erschafft, was Er will. Und Allah hat zu allem die Macht.“
In Vers 51 der fünften Sure wird gefordert, dass Moslems sich Juden und Christen nicht zu „Beschützern“ nehmen sollen. Sie sollen sich also fernhalten und keinesfalls „Freundschaft“ schließen:
„O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Beschützern. Sie sind einander Beschützer. Und wer sie von euch zu Beschützern nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.“
Hier die Szene aus dem Livestream der Kundgebung von „Augen auf!“, der bisher schon 103.000 Aufrufe hat:
In Sure 4 Verse 155 – 157 wird der Kreuzestod von Jesus geleugnet und er nur als „Gesandter Allahs“ bezeichnet. Zudem werden die Juden verflucht:
„Verflucht sind sie dafür, daß sie ihr Abkommen brachen und Allahs Zeichen verleugneten und daß sie die Propheten zu Unrecht töteten und daß sie sagten: „Unsere Herzen sind verhüllt.“ – Nein! Vielmehr hat Allah sie für ihren Unglauben versiegelt; darum glauben sie nur wenig,
und daß sie ungläubig waren und gegen Maryam gewaltige Verleumdung aussprachen,
und dafür, daß sie sagten: „Gewiß, wir haben al-Masīḥ ʿĪsā, den Sohn Maryams, den Gesandten Allahs getötet.“ – Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber. Sie haben kein Wissen darüber, außer daß sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewißheit nicht getötet.“
In Vers 30 der neunten Sure werden neben den Juden auch die Christen verflucht, die von der Dreieinigkeit Gottes ausgehen:
„Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort aus ihrem Mund. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie doch irregeleitet!“
In Vers 98:6 werden diese „Ungläubigen“ unter Juden und Christen, dem Volk der Schrift, die nicht dem Koran und Allah folgen wollen, als die „schlechtesten Geschöpfe“ bezeichnet, die in der Hölle landen:
“Die Ungläubigen unter den Schriftbesitzern und die Götzendiener kommen in das Höllenfeuer und bleiben ewig darin; denn diese sind die schlechtesten Geschöpfe.“
Der Koran beinhaltet zudem einige Verse, in denen dezidiert die Bekämpfung und Unterwerfung von Christen gefordert wird. Beispielsweise im Koranvers 9:29:
„Bekämpft diejenigen der Schriftbesitzer, welche nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und die das nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und sich nicht zur wahren Religion bekennen, so lange, bis sie ihren Tribut in Demut entrichten und sich unterwerfen.“
In Vers 123 der neunten Sure sollen diese „Ungläubigen“ auch von Moslems bekämpft werden, selbst wenn sie ihnen nahe stehen:
„O ihr, die ihr glaubt, kämpft gegen jene, die euch nahe sind unter den Ungläubigen, und lasset sie euch hart vorfinden; und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist.“
Zudem fallen alle Juden und Christen, die nicht an Allah und die Botschaften des Korans glauben wollen, als vermeintlich „Ungläubige“ unter die 27 Tötungsbefehle des Korans gegen alle Andersgläubigen.
Die Behauptung dieses Moslems bei der Kundgebung in Düsseldorf, dass der Koran Christen als „Freunde“ der Moslems bezeichne, ist nicht nur hochgradig absurd, sondern schlichtweg falsch. Das Gegenteil ist richtig: sie sind aus Sicht des Korans Feinde. Möglicherweise liegt hier auch ein ganz bewusster Täuschungsversuch dieses Moslems vor. Dies gelingt aber nur gegenüber Menschen, die sich nicht mit den islamischen Schriften auskennen. Auch der vermutlich afrikanisch-stämmige Christ hatte dem Moslem in Düsseldorf sofort widersprochen:
„Du darfst mich nicht als Freund haben“
Die Feindseligkeit des Korans gegenüber allen Andersgläubigen ist ein grundlegendes Problem, was in der Realität zur Bildung von Gegengesellschaften und im Extremfall auch zu Gewalt bis hin zu Terror und Töten führt.